In Kufstein machen sich Detektive auf zum Krimi-Trail

Unter einem Trail verstehen die meisten Sportler eine große Herausforderung. Sie laufen durch unterschiedlichstes Geländer immer mit dem Ziel der sportlichen Betätigung oder einer guten Zeit vor Augen. Das wird sich allerdings in Österreich grundsätzlich ändern.

Hier lädt die Tirolerin Eva Karrer zu einem Trail der ganz anderen Art. Beim ersten Krimi-Trail in Kufstein steht das Lösen von Rätseln im Mittelpunkt. Dieses wird mit einem Rundgang (oder Lauf) durch die Tiroler Stadt verknüpft. Wenn alles klappt, soll auch noch ein weiterer Trail in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck folgen.

Der Erfinder der Nähmaschine stand Pate

Im Mittelpunkt des Krimi-Trails steht die Frage, wer hat Josef Maderspergers Schreibfeder gestohlen? Die Hobbydetektive sollen daher das gestohlene Ausstellungsstück finden. Ort des Geschehens wird das Zentrum von Kufstein sein. Federführend bei der Entwicklung war Eva Karrer. Die Ausgangssituation beschreibt sich wie folgt. Die Schreibfeder des Erfinders der Nähmaschine Josef Madersperger wurde während einer Ausstellung gestohlen. Fünf verdächtige Personen sind bereits ausgemacht, doch wer von ihnen das hat Relikt entwendet? Dieses hat immerhin einen Wert von fünf Millionen Euro. Die Hobbydetektive sind nun gefordert, das kostbare Stück wiederzufinden und den Dieb zu entlarven. Wer sich mit der Geschichte von Kufstein auseinandersetzt, hat gute Chancen das Rätsel zu lösen.

Ein Hinweis nach dem anderen

Dieser hypothetische Kriminalfall bildet den spannenden Rahmen des Kufsteiners Krimi-Trails. Für die Detektive ist es ratsam sich vorab die Polizeiakte zu dem Fall zu besorgen. Diese kann man auf der Webseite www.krimi-trails.de zum Preis von 25 Euro herunterladen und ausdrucken. Bis Ende August ist die Akte zum halben Preis erhältlich. Darin finden sich bereits die ersten Hinweise. So können die Ermittler den Ausgangspunkt des Verbrechens erkunden. Dabei handelt es sich um den Buchladen Papier und Bücher ÖGG. Damit man an weitere Hinweise gelangt, ist es notwendig dem Hauptkommissar, gespielt von einem automatisierten System, insgesamt drei Fragen per SMS zu beantworten. So erhält man anschließend Hinweise auf den Dieb und die Feder. Die Anhaltspunkte sind gut versteckt. Es könnten eine Jahreszahl, ein Detail des Wappens oder gar ein Ort sein. Wer das Rätsel lösen möchte, muss den heißen Spuren folgen. Dabei gilt es die Aussagen der Zeugen ebenso zu beleuchten, wie die Motive und die Alibis der Verdächtigen unter die Lupe zu nehmen. Der Stadtrundgang durch Kufstein wird mit historischen Fakten verknüpft. Der Krimi-Trail ist bereits ab einem Alter von zwölf Jahren geeignet. Wer das Rätsel in der Gruppe lösen möchte, sollte maximal mit fünf Teilnehmern an den Start gehen.

Ein Hinweis nach dem anderen
Ein Hinweis nach dem anderen

Innsbruck folgt im Herbst

Eva Karrer hat bereits jede Menge Erfahrung mit solchen Angeboten. Sie arbeitete während ihres Studiums bei MyCityHighlight, einem Unternehmen aus der Schweiz. Dieses hat sich auf etwas andere Touren zu Sehenswürdigkeiten spezialisiert. Mittlerweile hat die Firma mehr als 30 Krimi-Trails auf den Markt geworfen. Der Krimi-Trail in Kufstein ist der erste seiner Art in Westösterreich. Bereits im Herbst soll ein weiterer in Innsbruck online gehen. Dieser befindet sich derzeit allerdings noch in Entwicklung.