Die Heilungsdauer nach einer Verletzung steigt im Alter an

Wer sich aktiv durch sein Leben bewegt, kennt das. Eine kleine Verletzung ist schnell passiert, die Folgen sind, vor allem in jungen Jahren, überschaubar. Je jünger man ist, desto schneller verheilen Verletzungen wieder. Ganz anders sieht es da schon im fortgeschrittenen Alter aus. Vor allem Menschen ab einem Alter von über 55 Jahren kennen das gut. Hier können Verletzungen oft monatelange Probleme auslösen. Das zeigt deutlich auf, dass beim Heilungsprozess nicht nur die Fitness, sondern auch das Alter eine große Rolle spielt. Das ist umso ärgerlicher, als dass gerade im Alter die Verletzungsgefahr noch weiter ansteigt.

Zunächst ist alles einfach

In jungen Jahren kann der menschliche Körper mit Verletzungen deutlich besser umgehen. Die Zellen erneuern sich schneller und sorgen für Heilung des verletzten Gewebes. Das Immunsystem ist entsprechend fit und reagiert sofort auf mögliche Krankheitserreger. Darüber hinaus agiert es deutlich schneller und intensiver. Das liegt auch am Stoffwechsel, der bei jungen Menschen auf Hochtouren läuft. Er hilft mit, alle Probleme im Körper schneller in den Griff zu bekommen. Doch schon mit einem Alter von nur 30 Jahren erreicht der Mensch seinen körperlichen Höhepunkt. Zu diesem Zeitpunkt befindet man sich im Zentrum seiner Leistungskraft. Ab diesem Alter geht es bereits körperlich bergab. Die Zellteilung verlangsamt sich, der Körper wird langsam, aber sicher anfälliger für Krankheiten. Das führt auch dazu, dass der Heilungsprozess langsamer verläuft. Das Herz-Kreislauf-System ist nicht mehr so belastbar, die Bänder verlieren an Elastizität. Gleichzeitig nimmt auch die Muskelmasse langsam ab. Das wiederum macht den gesamten Körper wieder anfälliger für etwaige Verletzungen. Das gesamte System befindet sich sozusagen auf einem Pfad, der abwärts führt.

Erfahrung schützt vor Problemen

Alte Verletzungen führten ebenfalls dazu, dass sich der Heilungsprozess bei einer neuerlichen Verletzung verlangsamt. Alte Wunden steigern automatisch das Risiko sich an der gleichen Stelle noch einmal zu verletzten, danach dauert die Heilung beim zweiten Mal noch länger. Das liegt an den Veränderungen des Bindegewebes. Die ursprünglich wiederhergestellten Strukturen sind einfach nicht mehr so belastbar. Grundsätzlich nimmt die Häufigkeit von Sportverletzungen in Alter ab. Doch das liegt sicherlich auch daran, dass man, je älter man wird, statistisch gesehen immer weniger Sport treibt. Dazu kommen wahrscheinlich auch noch eine erhöhte Vorsicht und eine verbesserte Kenntnis über den eigenen Körper und seine Funktionsweise, bzw. Risikogebiete. Wer über genügend Erfahrung verfügt, weiß schließlich was er sich zumuten kann und was nicht. Im Alter kennt man die Risiken besser und weiß um die Wichtigkeit von Regeneration und die Vermeidung von Stress.

Erfahrung schützt vor Problemen
Erfahrung schützt vor Problemen

Doch bei allen Schwierigkeiten, die Verletzungen im Alter bergen, gibt es doch einen Lichtblick. Jeder hat es selbst in der Hand seinen Alterungsprozess ein wenig zu steuern. Dieser hängt ab einem Lebensalter von 30 Jahren sehr stark davon ab, wie wir uns ernähren, ob wir Sport treiben und wie wir mit den kleinen Sünden des Lebens umgehen. Wer auf das Rauchen und exzessiven Alkoholgenuss verzichtet, tut seinem Körper etwas Gutes. Regelmäßige Bewegung und ein normal gewichtiger Körper tun das Ihre, um die Gesundheit zu erhalten, das Immunsystem zu stärken und im Fall des Falles damit die Heilungskräfte zu aktivieren.