Die Digitalisierung hat die Fitness Branche erreicht

Die Digitalisierung hat schon lange in die Fitness-Branche Einzug gehalten. Doch gerade die weltweiten Ereignisse in der ersten Jahreshälfte 2020 haben den digitalen Angeboten einen enormen Schub verliehen. Diese umfassen längst zahlreiche Angebote von Fitnessstudios und unterstützen die Trainingshungrigen bei der Erreichung ihrer Ziele.

Während die stationären Anbieter monatelang geschlossen waren entdeckten immer mehr Menschen die Vorteile von Fitness-Apps. Man verlagerte seine sportlichen Aktivitäten einfach nach Hause und nutzte dazu das Personal Training via App. Dieses muss allerdings nicht ausschließlich aus einfachen Übungen wie Sit-ups, Kniebeugen und Liegestützen bestehen. Die elektronischen Helfer können sehr viel mehr anbieten. Sie werden zum individuellen Personal Trainer.

Maßgeschneiderte Trainingspläne

Der Schlüssel dazu sind individuell gestaltete Trainingspläne. Diese haben das Ziel den Nutzer anzuspornen, ohne ihn zu über- oder unterfordern. Damit gehen die Apps den längst fälligen nächsten Schritt. Schließlich ist die Nutzung zur reinen Dokumentation der einzelnen Trainingseinheiten zu wenige, um langfristig erfolgreiche zu sein. Ziel der Fitness-Apps ist es daher, Zielgruppen zu finden, die keine Lust dazu haben ins Fitnessstudio zu gehen. Ein gutes Beispiel für eine App, die diesen Weg bereits gegangen ist, ist der Anbieter Freeletics.

Dort meldet sich der Benutzer zunächst an. Dann beginn ein Einstufungstest, bei dem man verschiedene Übungen ausführt. Sind diese absolvierte, teilt er den App mit, wie viele Wiederholungen geschafft wurden. Daraus errechnet der Algorithmus danach den Trainingsplan. Jeder Benutzer entscheidet selbst, wie oft und wie lange er pro Woche trainieren möchte. Ist eine Einheit abgeschlossen dokumentiert die App, wie gut das geklappt hat. Auf Basis der echten Ergebnisse wird dann der Plan nachjustiert. Das passiert Woche für Woche. In dieser App wird hauptsächlich mit dem eigenen Körpergewicht trainiert. Zusätzliche Geräte, wie beispielsweise Hanteln oder Racks, sind dazu nicht notwendig. Das macht den Benutzer frei, überall dort zu trainieren, wo er möchte. Er ist weder an einen Ort, noch an eine Zeit fix gebunden. Die Preise liegen derzeit bei  wenigen Euro pro Woche.

Dieses Konzept verfolgt grundsätzlich auch das deutsche Unternehmen BestFit. Auch hier kann man die unterschiedlichsten Workouts für zuhause oder sogar unterwegs auswählen. Zum Unterschied von Freeletics kann man hier allerdings auch Trainingsgeräte verwenden. Die Schwerpunkte liegen auf allgemeiner Fitness, dem Muskelaufbau und der Reduktion des Gewichts. Was der Benutzer machen möchte, entscheidet er selbst. Das kostet lediglich ein paar Euro pro Tag. Wem das alles noch zu wenig ist, der kann sich längst auch einen Personal Trainer online buchen. Dieser coacht in Video-Meetings und hilft beim Training.

Maßgeschneiderte Trainingspläne
Maßgeschneiderte Trainingspläne

Ein Trend, der die USA schon erobert hat, ist das Spinning-Bike Peloton. Dieses kauft man oder mietet man vorab und bezahlt zusätzlich eine monatliche Kursgebühr von 39 Euro pro Monat. Über einen großen Bildschirm sind alle Teilnehmer miteinander verbunden und werden vom Trainer angefeuert. Dieser Motivationsschub hat allerdings seinen Preis, dafür erlebt man die ähnlichste Form des gewohnten Trainings im Fitnessstudio in digitaler Form. Diese Fernsteuerung ist allerdings nicht nur auf das Spinning beschränkt. Längst gibt es auch digitale Kurse für Stretching, Yoga und Krafttraining.